18 / 100

Relevanz-Impuls 03: Das Content-Sonnensystem von Doris Eichmeier

Doris Eichmeier beantwortet mit ihrem Erklärungsmodell des Content-Sonnensystems die Frage, welche Inhalte ein Unternehmen optimieren sollte – und in welcher Reihenfolge –, wenn es Ernst wird mit der Content-Strategie und dem Content-Marketing.

Transkript

Doris Eichmeier ist fraglos eine DER Größen im Content Marketing. Bekannt geworden ist sie mit dem Buch „Die Content Revolution im Unternehmen„, das sie zusammen mit Klaus Eck publiziert hat.

Sie führt ihr Konzept des so genannten „Content Sonnensystems“ auf zielbar.de weiter aus in einem Artikel, der heißt: „Rückwärts in die Content-Zukunft„.

In dem Artikel führt sie aus, dass es für Unternehmen, die Content Marketing machen wollen, erst mal wichtig ist, den eigenen Status Quo der bestehenden Content-Qualität zu analysieren und sich realistische kurz- und mittelfristige Ziele zu setzen. Sie spricht hier von einem „System der Dringlichkeiten“, und das finde ich ganz passend.

Zunächst einmal geht es darum herauszuarbeiten, welche Touch Points vorhanden sind und welche Content-Arten dort eingesetzt werden. Diese Tabelle aus dem Buch von ihr und Klaus Eck zeigt das in einer Matrix, und hier sehen wir gleich das Grundproblem des Content Marketing, nämlich den Überblick zu behalten. Das ist nämlich sehr schwer, wenn man sich die Menge der verschiedenen Touch Points und Publikationsmöglichkeiten und Publikationsformen ansieht.

Dieser Bestandsanalyse folgt die Sortierung von Inhalten nach Content-Phasen, die Doris Eichmeier als „Kennenlern-Content“, „Neugierde-Content“, „Entscheidungs-Content“ und „Loyalitäts-Content“ definiert.

Diese Herangehensweise visualisiert sie schließlich im Content-Sonnensystem. Besonders interessant finde ich zwei Punkte in diesem Modell – erstens sagt Doris Eichmeier, dass der Dreh- und Angelpunkt dieser Phasen die Marke ist, die den Charakter des Unternehmens und des Produktes fixiert und die Auswirkungen auf die verschiedenen Content-Arten hat und alle Inhalte beeinflusst.

Zweitens, dass der Content in den unterschiedlichen Content-Phasen unterschiedliche Funktionen erfüllt. Über das Zwiebelmodell kann Doris Eichmeier nun den Content-Phasen eigene Content-Formate zuordnen und dadurch bekommt man eine bessere Übersicht über Vorgehensweisen und Verknüpfung von Format und Phase.

Insofern ist das hier ein wirkliches Ordnungsmodell, das uns hilft, Zusammenhänge besser zu verstehen und eine strategisch ausgerichtete Planung aufzusetzen.